W&I-Versicherung (Warranty & Indemnity Insurance)
Eine W&I-Versicherung deckt Schäden aus unbekannten Verletzungen von Garantien und – je nach Ausgestaltung – bestimmten Freistellungen aus dem Unternehmenskaufvertrag ab. Bekannte Risiken („known issues“) sowie ausdrücklich offengelegte Sachverhalte sind regelmäßig vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Sie werden entweder im Disclosure Letter offengelegt, über spezifische Freistellungen („specific indemnities“) adressiert oder verbleiben beim Verkäufer bzw. Käufer.
Im Mid-Market liegen Retentions häufig bei etwa 0,5–1,0 % des Enterprise Value, während Policy Limits typischerweise rund 10–30 % des Enterprise Value betragen. Die Prämien bewegen sich marktüblich häufig im Bereich von etwa 1 % der Versicherungssumme. W&I-Versicherungen kommen insbesondere bei PE-Exits zum Einsatz und können klassische Escrow-Lösungen ergänzen oder teilweise ersetzen.
