Tech M&A: Steigerung der Unternehmensbewertung in Corona-Zeiten

M&A in time of coronaDie durch COVID-19 verursachte Krise hat enorme Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Es gibt jedoch nicht nur Verlierer, sondern auch Unternehmen, die von der Krise profitieren. Technologiewerte, insbesondere in den USA, waren weniger stark betroffen. Zu den klaren Gewinnern zählen vor allem eCommerce-Unternehmen sowie sämtliche damit verbundenen Software-, Cloud-Storage- und Payment-Anbieter. Produzierende Unternehmen mit einem hohen Exportanteil erwarten dagegen im zweiten Halbjahr einen deutlichen Umsatzeinbruch, was sinkende Unternehmensbewertungen und sinkende Aktienkurse nach sich ziehen dürfte. Viele Tech-Unternehmen dagegen, insbesondere vertikale und horizontale Softwareanbieter notieren heute höher als vor der Krise. Wie nachhaltig die Entwicklung der Kapitalmärkte ist bleibt offen.

Wer aktuell über den Kauf oder Verkauf eines Unternehmens nachdenkt, wird sich in dieser unsicheren wirtschaftlichen Lage die berechtigte Frage nach der richtigen Strategie stellen: Abwarten oder vielleicht doch schnell verkaufen?

Die Zeit effektiv nutzen

In der Regel nehmen Mergers & Acquisitions Projekte rund sechs bis neun Monate Zeit in Anspruch. Natürlich werden auch während der Corona Krise Deals abgeschlossen, aber insgesamt befinden sich die M&A Aktivitäten auf sehr niedrigem Niveau. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Entwicklung der Kapitalmärkte in den nächsten Monaten nicht absehbar ist und persönliche Meetings für Deals essenziell sind. Da die meisten professionellen M&A Prozesse international aufgesetzt werden, ist es unerlässlich weltweit zu reisen. Die Bereitschaft hierzu und auch die Reisemöglichkeiten sind im Moment allerdings noch stark eingeschränkt.

Es bleibt also abzuwarten, wie schnell der Markt für Übernahmen wieder in Schwung kommt. Verkäufer können die Zeit aber nutzen, um ihr Unternehmen auf einen Verkauf vorzubereiten – also „die Braut hübsch machen“. Diese Maßnahmen sind meist ohne großen finanziellen Aufwand durchzuführen, erfordern allerdings einen zeitlichen Vorlauf und Ressourcen des Managements. Zudem sollten sie individuell auf das Unternehmen und dessen Markt zugeschnitten sein.

Ready-to-Exit Vorbereitungen

Im Prinzip können sich Ansatzpunkte zur Vorbereitung auf den Verkauf auf alle Bereiche der unternehmerischen Wertschöpfung und Organisation beziehen. In der Praxis sind insbesondere Themen relevant, die sich ein Käufer mit Sicherheit ansehen wird, die den Verkaufspreis kurzfristig steigern oder den Prozess effizienter machen können. 

Aufgrund unserer Erfahrungen empfehlen wir z.B. folgende Maßnahmen:

Bringen Sie Ihre Management-Informationssysteme auf den aktuellen Stand

Denn Sie werden im Verkaufsprozess aktuelle Auswertungen zur Zusammensetzung und Entwicklung des Umsatzes vorlegen müssen. Käufer Ihres Unternehmens werden in jedem Fall verstehen wollen, wie sich der Umsatz auf Kunden, Produkte und Projekte verteilt, wie sich diese Zahlen in der Vergangenheit entwickelt haben und wie profitabel einzelne Aktivitäten Ihres Unternehmens sind. Natürlich hängen solche Controlling-Systeme vom Status und der Größe des jeweiligen Unternehmens ab und müssen mit Augenmaß eingeführt werden. 

Verbesserungen in diesem Bereich sind kurzfristig kaum umsetzbar. Wenn die geforderten Informationen im M&A-Prozess aber nicht verfügbar sind, müssen die Daten manuell herausgesucht werden. Dies führt zu einem hohen zusätzlichen Aufwand und kann die gesamte Transaktion stark verzögern.

Bereiten Sie Ihr Marketing und den Unternehmensauftritt auf einen Verkauf vor

Ihre Unternehmenskommunikation sollte sich in erster Linie an potenzielle Kunden richten. Insbesondere in Hochtechnologie-Branchen wird der Unternehmensauftritt oft vernachlässigt oder orientiert sich überwiegend am Informationsbedarf einer Klientel mit technischem Background. Das Management eines potenziellen Käufers denkt und informiert sich hingegen auf einer anderen inhaltlichen Ebene. 

Mit etwas Vorlauf kann die Außendarstellung Ihres Unternehmens diese Bedürfnisse mit einbeziehen und damit den gesamten M&A-Prozess sehr viel einfacher gestalten.

Verbessern Sie die Struktur Ihrer Unternehmensbilanz und das Management Ihres Working Capital

In diesen Bereichen sind Verbesserungen häufig mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich und führen im Verkaufsfall direkt zu einer Erhöhung des Verkaufserlöses. Auch kleinere und mittelgroße Unternehmen können z.B. Forderungsmanagement und Zahlungsfristen optimieren. Allerdings sind die Maßnahmen rechtzeitig vor dem M&A-Prozess umzusetzen, da ein Käufer kurzfristig durchgeführte Optimierungen nicht akzeptieren wird. Ohne Vorbereitung werden Sie in diesem Bereich definitiv Geld verschenken.

Sämtliche Maßnahmen, die Ihr Unternehmen professioneller erscheinen lassen, wirken werterhöhend. Gut vorbereitet in einen M&A-Prozess zu starten, reduziert das Risiko eines Scheiterns deutlich. Welche Maßnahmen genau für Ihr Unternehmen relevant sind, kann in einer Kurzanalyse festgestellt werden.

Wir bei Quantum Partners unterstützen Sie dabei, sich rechtzeitig und professionell auf eine zukünftige Verkaufs-Transaktion vorzubereiten. Die Kosten für ein solches Projekt sind im Verhältnis zum erzielbaren Nutzen vergleichsweise gering. Gemeinsam mit Ihnen identifizieren wir Optimierungspotenziale und wirksame Maßnahmen zur Umsetzung. Unser Ziel ist, Ihr Unternehmen ganzheitlich und rechtzeitig auf ein erfolgreiches M&A-Projekt vorzubereiten.

Sie haben Fragen oder möchten sich zunächst völlig unverbindlich informieren? Dann melden Sie sich bitte telefonisch sowie per E-Mail bei uns.

Achim Lederle
Geschäftsführer
lederle@quantum-partners.de
+49 89 414144 352

Über Quantum Partners

Quantum Partners ist ein Corporate-Finance-Berater für die Bereiche Industrial Technology & Automotive, Digital Media & Commerce, Software & Business Services sowie Fintech. Aus seinem Büro in München betreut Quantum Partners Kunden weltweit sowohl beim Verkauf von Unternehmen, dem Zukauf und bei Finanzierungen.

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